BARF Rechner für Hunde: Futtermenge exakt berechnen

Mit diesem kostenlosen BARF Rechner lässt sich die tägliche BARF-Futtermenge überschlägig bestimmen. Neben Gewicht, Alter und Aktivität können Sie die Fütterungsquote, den Zeitraum sowie die Aufteilung mit oder ohne Knochen und Getreide individuell anpassen.

BARF Rechner für Hunde – Frisches Fleisch, Innereien und Gemüse für die Rohfütterung
Eine ausgewogene BARF-Mahlzeit für Hunde besteht aus rohem Fleisch, Innereien, Knochen und püriertem Gemüse.

Die biologisch artgerechte Rohfütterung (BARF) basiert auf einer ausgewogenen Zusammenstellung roher Zutaten, die sich an den natürlichen Fressgewohnheiten des Wolfes orientiert. Da jeder Hund einen individuellen Stoffwechsel aufweist, bildet die präzise Mengenberechnung das Fundament einer gesunden Ernährung beim BARF für Hunde. Unser Rechner gliedert die Tagesration automatisch in tierische und pflanzliche Bestandteile auf und vereinfacht die Wochenplanung strukturierte und transparente Tabellenwerte.

Bitte beachten: Der BARF Rechner erstellt keinen vollständig bedarfsdeckenden Ernährungsplan. Er berücksichtigt beispielsweise nicht den individuellen Energiebedarf, das Calcium-Phosphor-Verhältnis, Spurenelemente, Vitamine, Fettsäuren oder Erkrankungen. Bei Welpen, Junghunden im Wachstum, trächtigen oder säugenden Hündinnen, Senioren mit Erkrankungen sowie Hunden mit Allergien oder Übergewicht sollte die Ration fachlich berechnet werden.

Angaben zum Hund

Bei Über- oder Untergewicht besser das angestrebte gesunde Gewicht verwenden.

Die Voreinstellung ändert sich mit Alter und Aktivität, kann aber manuell angepasst werden.

Der pflanzliche Anteil wird automatisch als Rest berechnet.

Rohe fleischige Knochen einplanen?
Getreide beziehungsweise Pseudogetreide einplanen?

Berechneter BARF-Richtwert

Grundlage: 20,0 kg Zielgewicht, Ausgewachsen, normal aktiv und eine Fütterungsquote von 2,5 %.

Gesamtmenge täglich 500 g
Je Mahlzeit bei 2 Mahlzeiten 250 g
Gesamtmenge für 7 Tag(e) 3.500 g

Tierischer Anteil: 80 %

Bestandteil Anteil am tierischen Anteil Pro Tag Für 7 Tag(e)
Muskelfleisch 50 % 200 g 1.400 g
Pansen / Blättermagen 20 % 80 g 560 g
Innereien 15 % 60 g 420 g
Rohe fleischige Knochen (RFK) 15 % 60 g 420 g
Davon Leber als Orientierung 30 % der Innereien 18 g 126 g
Tierischer Anteil gesamt 80 % der Gesamtration 400 g 2.800 g

Pflanzlicher Anteil: 20 %

Bestandteil Anteil am pflanzlichen Anteil Pro Tag Für 7 Tag(e)
Gemüse 75 % 75 g 525 g
Obst 25 % 25 g 175 g
Pflanzlicher Anteil gesamt 20 % der Gesamtration 100 g 700 g

Grundlagen der Rohfütterung: So funktioniert der BARF Rechner für Hunde

Die biologisch artgerechte Rohfütterung (BARF) orientiert sich an den natürlichen Ernährungsgewohnheiten des Wolfs. Ziel ist es, dem Hund eine naturnahe, unverarbeitete Nahrung aus rohem Fleisch, Innereien, Knochen sowie pflanzlichen Bestandteilen zusammenzustellen. Mit unserem BARF Rechner berechnen Sie auf Basis wissenschaftlich erprobter Richtwerte die passende Futtermenge und die prozentuale Zusammensetzung der Tagesration.

Das berücksichtigt dieser BARF Rechner: Zielgewicht des Hundes, Lebensphase (Welpe, Junghund, ausgewachsen, Senior), Aktivitätsgrad, Fütterungsquote in Prozent, Verhältnis von tierischen und pflanzlichen Komponenten sowie die Option mit oder ohne Knochen und Getreide.

Wichtiger Hinweis zu Nährstoffen: Der Rechner ermittelt mengenmäßige Orientierungswerte der Futterkomponenten. Spezifische Mikronährstoffe wie Calcium, Phosphor, Jod, Zink, Kupfer, Mangan, B-Vitamine, Vitamin D, Vitamin E sowie essentielle Fettsäuren werden nicht individuell bilanziert. Unverträglichkeiten, Vorerkrankungen oder Medikamentengaben müssen separat berücksichtigt werden.

Die Bausteine einer ausgewogenen BARF-Ration für Hunde

Eine klassische BARF-Ration teilt sich üblicherweise in 80 % tierische Bestandteile und 20 % pflanzliche Bestandteile auf. Diese Aufteilung simuliert den Aufbau eines Beutetiers und stellt sicher, dass alle Organe und Gewebe in einem gesunden Verhältnis gefüttert werden.

1. Der tierische Anteil (80 % der Gesamtration)

Der tierische Anteil bildet das Fundament der Ernährung beim BARF für Hunde und unterteilt sich bei einer Fütterung mit Knochen wie folgt:

  • Muskelfleisch (50 % des tierischen Anteils): Muskelfleisch ist der Hauptenergielieferant und versorgt den Hund mit hochwertigem Eiweiß, Aminosäuren und Nährstoffen. Optimal ist ein Fettgehalt von ca. 15 bis 20 Prozent im Fleisch. Ist das Fleisch zu mager, fehlt dem Hund Energie.
  • Pansen und Blättermagen (20 % des tierischen Anteils): Ungewaschener Pansen oder Blättermagen enthält wertvolle vorverdaute Pflanzenreste, Enzyme und nützliche Bakterien, die die Darmflora des Hundes unterstützen.
  • Innereien (15 % des tierischen Anteils): Innereien liefern lebenswichtige Vitamine und Spurenelemente. Die Leber nimmt hierbei als Hauptlieferant für Vitamin A und Eisen eine Schlüsselrolle ein (ca. 30 % des Innereienanteils). Weitere Innereien sind Niere, Milz, Herz und Lunge.
  • Rohe fleischige Knochen (RFK, 15 % des tierischen Anteils): Weiche, rohe Knochen wie Hühnerhälse, Putenhälse oder Lammrippen decken den Bedarf an Calcium und Phosphor ab. Wichtig: Knochen dürfen niemals gekocht werden, da sie sonst splittergefährlich werden!

2. Der pflanzliche Anteil (20 % der Gesamtration)

Pflanzliche Komponenten liefern Ballaststoffe für eine gesunde Verdauung sowie zusätzliche sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamine:

  • Gemüse (75 % des pflanzlichen Anteils): Gut verträgliche Sorten sind Möhren, Zucchini, Kürbis, Gurke und Salate. Gemüse muss fein püriert oder leicht gedünstet werden, damit der Hund die Inhaltsstoffe aufschließen kann.
  • Obst (25 % des pflanzlichen Anteils): Obst wie Äpfel, Birnen oder Beeren liefert natürliche Vitamine und Antioxidantien. Wegen des Fruchtzuckergehalts sollte Obst sparsamer gefüttert werden.
  • Getreide / Pseudogetreide (optional): Bei erhöhtem Energiebedarf können gut gekochte Flocken oder Pseudogetreide (z. B. Hirse, Buchweizen) ergänzt werden. Standardmäßig verzichten viele Halter beim BARF für Hunde auf Getreide.

Essentielle Zusätze und Öle beim Barfen

Um eine Fehlernährung zu vermeiden, benötigt jede BARF-Ration gezielte Nahrungsergänzungen:

  • Hochwertige Öle (Omega-3-Fettsäuren): Zuchtfleisch enthält meist ein ungünstiges Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren. Die tägliche Zugabe von Lachsöl, Dorschöl oder Krillöl gleicht dieses Defizit aus.
  • Seealgenmehl (Jodversorgung): Da Schilddrüsengewebe im handelsüblichen Muskelfleisch nicht enthalten ist, sichert fein dosiertes Seealgenmehl (Ascophyllum Nodosum) die verlässliche Jodzufuhr.
  • Calciumersatz bei knochenfreier Fütterung: Wer auf rohe Knochen verzichten möchte, muss den Calciumbedarf über Zusätze wie Eierschalenpulver, Calciumcitrat oder Algenkalk abdecken.
  • Vitamin E: Durch die Gabe von mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Ölen) steigt der Bedarf an Vitamin E, das als Antioxidans wirkt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Futterumstellung

Die Umstellung eines Hundes von Trocken- oder Nassfutter auf biologisch artgerechte Rohfütterung erfordert ein strukturiertes Vorgehen:

  1. Vorbereitung: Futtermenge und Rationsaufteilung mit dem BARF Rechner ermitteln und die benötigten Zutaten besorgen.
  2. Direkter Umstieg: Am Vorabend die gewohnte Nahrung füttern, am nächsten Morgen mit der ersten BARF-Mahlzeit beginnen. Fertigfutter und rohes Fleisch sollten nicht in einer Mahlzeit gemischt werden, da sie unterschiedliche Verdauungszeiten haben.
  3. Schonender Start: In den ersten Tagen empfiehlt sich eine leicht verdauliche Fleischsorte (z. B. Mageres Hühnchen- oder Putenfleisch) kombiniert mit gedünsteter Möhre.
  4. Schrittweise Erweiterung: Nach einigen Tagen können Pansen, weitere Innereien und schrittweise weiche Knochen ergänzt werden.

Sicherheit und Hygiene bei der Handhabung von Rohfleisch

Rohes Fleisch erfordert im Haushalt grundlegende Hygienemaßnahmen. Halten Sie die Kühlkette konsequent ein und tauen Sie tiefgefrorenes Fleisch im Kühlschrank abgedeckt auf. Reinigen Sie Schneidebretter, Messer und Futternäpfe gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel. Vermeiden Sie es, Futterreste lange ungekühlt stehenzulassen.

Häufige Fragen zum BARF Rechner und zur Rohfütterung

Wie viel BARF benötigt ein Hund pro Tag?

Als Richtwert dient meist eine Fütterungsquote von 2 bis 3 Prozent des Körpergewichts bei ausgewachsenen Hunden. Bei sehr aktiven Hunden, Welpen oder Junghunden liegt die Quote höher (bis zu 7 Prozent). Der exakte Bedarf ist vom individuellen Stoffwechsel, Alter und Aktivitätslevel abhängig.

Kann der BARF Rechner einen individuellen Futterplan ersetzen?

Nein. Der BARF Rechner liefert mathematische Orientierungswerte für die Aufteilung der Hauptzutaten. Eine vollwertige und bedarfsdeckende Ernährung erfordert zusätzlich die Berücksichtigung von Mikronährstoffen wie Calcium, Jod, Zink, B-Vitaminen sowie essentiellen Fettsäuren.

Was ist bei einer BARF-Fütterung ohne Knochen zu beachten?

Wenn keine rohen fleischigen Knochen (RFK) gefüttert werden, entfällt die natürliche Calciumquelle. In diesem Fall muss dem Futter zwingend ein passender Calciumersatz wie Eierschalenpulver, Calciumcitrat oder Algenkalk zugesetzt werden, um das richtige Calcium-Phosphor-Verhältnis zu wahren.

Welche Öle und Nahrungsergänzungen sind beim BARF für Hunde unverzichtbar?

Da Zuchtfleisch oft weniger Omega-3-Fettsäuren enthält als Wildfleisch, ist ein qualitativ hochwertiges Fischöl (z. B. Lachsöl) wichtig. Zudem liefert Seealgenmehl das benötigte Jod, während Vitamin E zur Stabilisierung der Fettsäuren dient. Gelegentlich ergänzen Lebertran oder Bierhefe den Futterplan.

Wie berechne ich die Futtermenge für Welpen und Junghunde mit dem BARF Rechner?

Für Welpen und Junghunde im Wachstum richtet sich die Futtermenge nach dem aktuellen Körpergewicht sowie der Zielgröße der Rasse (oft 4 bis 7 Prozent des aktuellen Gewichts). Da der Calcium- und Nährstoffbedarf in der Entwicklungsphase hoch ist, wird eine regelmäßige Anpassung des Plans oder eine fachkundige Rationsberechnung empfohlen.

Warum müssen Gemüse und Obst beim BARF püriert werden?

Hunde besitzen nicht die körpereigenen Enzyme, um die Zellulosewände pflanzlicher Zellen aufzuspalten. Durch das feine Pürieren oder Dünsten von Gemüse und Obst wird die Zellstruktur mechanisch aufgebrochen, sodass der Hund die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe optimal aufnehmen kann.

Welche Fleischsorten eignen sich für das Barfen von Hunden?

Sehr beliebt und gut verträglich sind Rind, Geflügel (Huhn, Pute), Lamm, Pferd und Wild. Auch Fisch liefert wertvolle Nährstoffe. Wichtig ist ein angemessener Fettgehalt von ca. 15 bis 20 Prozent im Muskelfleisch. Schweinefleisch sollte aufgrund des Aujeszky-Virus nicht roh gefüttert werden.

Wie wird die Futterumstellung auf BARF am besten durchgeführt?

In den meisten Fällen gelingt eine direkte Umstellung von einem Tag auf den anderen. Am Tag zuvor erhält der Hund die letzte gewohnte Mahlzeit, am Folgetag startet die erste einfache BARF-Mahlzeit mit einer gut verträglichen Fleischsorte (z. B. Hühnchen oder Rind) und etwas püriertem Gemüse.

Dürfen Hunde beim Barfen Getreide oder Kohlenhydrate fressen?

Getreide ist beim klassischen Barfen nicht zwingend notwendig, kann aber bei Hunden mit hohem Energiebedarf, Sporthunden oder schwerfuttrigen Tieren eine wertvolle Ergänzung sein. Geeignet sind gut aufgeschlossenes Pseudogetreide wie Hirse, Buchweizen oder gekochter Reis.

Wie wird BARF-Fleisch hygienisch richtig gehandhabt?

Rohes Fleisch sollte stets im Kühlschrank langsam aufgetaut und abgedeckt gelagert werden. Arbeitsflächen, Messer und Futternäpfe sind nach Gebrauch gründlich mit warmem Wasser und Spülmittel zu reinigen. Fleischreste sollten nicht über längere Zeit im Napf stehen bleiben.